Vor langer Zeit, als das Wünschen schon genau so wenig geholfen hat wie heute, irgendwann Ende der 1990er, gab es die große Hoffnung, das Internet könnte die Menschheit befreien und besser machen. Wissen für alle, internationaler Austausch, Völkerverständigung, es gab große Hoffnungen, das WWW könne eine Art Heilsbringer sein für die Welt.
Heute haben wir Internet-Kriminalität, Cyberkriegsführung, und Desinformationskampagnen, täglich wird man mit Phishing-Mails etc. belästigt, und die großen Hoffnungen haben sich zerschlagen.
Die Neigung der Menschen zum Recht-Haben, sich übertrumpfen, Ärger machen, Rage-Baiten und Nach-Komplimenten-Fischen ist offensichtlich stärker als die Fähigkeit zur spielerischen, kooperativen, positiven Kommunikation und zur Rücksichtnahme.
Die sogenannten „sozialen“ Netzwerke zeigen das deutlich, nicht zuletzt wahrscheinlich auch, weil die Algorithmen darauf ausgelegt sind, „kommunikationfördernde“ Inhalte bevorzugt anzuzeigen, was eben häufig aufregende und damit negative Inhalte sind.
Das Mittel dagegen könnte sein, gesetzlich zu bestimmen, das die Menschen den Algorithmus für ihre Inhalte selbst aussuchen oder sogar selbst schreiben können. Die asozialen Netzwerke von heute jedenfalls machen die Gesellschaft eher kaputt, als dass sie den Zusammenhalt fördern und die Menschheit voranbringen. Die Politik muss hier endlich Lösungen finden, anstatt nur zuzusehen.
